In der Nacht hatte es aufgehört zu regnen, endlich. Wir
konnten sogar das Meer rauschen hören und den ein oder anderen Brüllaffen. Zum
Frühstück gab es leckere Pancakes. Der Manager hatte uns angeboten, die
Morgen-Bootstour kostenlos noch einmal zu machen, da wir gestern so viel Pech
mit dem Wetter hatten. Es war auch ehrlich sehr verlockend, aber wir trauten
dem Wettergott nicht.
Wir saßen gemütlich bei Kaffee und Saft auf dem Deck und
vertrödelten die Zeit mit Lesen und Gucken. Nach ca. 1,5 Stunden fing es
tatsächlich an zu regnen und das Paar, welches sich auf dem nichtüberdachten
Boot befand, kam klitschnass wieder zurück. Es waren übrigens die gleichen
Leute, die auch gestern so nass geworden sind. Für uns hieß es – alles richtig
gemacht. Wir hatten schon genug nasse und klamme Klamotten im Koffer. Denn hier
wird alles nur schwer wieder trocken.
Unser Transfer ging dann um 10:15 Uhr zurück. Dort wartete
wieder der gleiche Fahrer und zusammen gingen wir dann noch zum Mittagessen in
das Sol y Luna. Es war noch früh und ich hatte nicht wirklich Hunger, aber das
Casado mit Hühnchen schmeckte wirklich sehr gut. Dazu gab es
Organgen-Karottensaft oder Guanabana, die Säfte sind jeweils mit Saft oder auch
Milch verdünnt. Kurze Schrecksekunde: Ralf hatte seine Jacke im Restaurant
vergessen, die konnten wir dann später abholen, da wir auf unserem Weg nach
Cahuita hier wieder vorbeikommen würden. Dann wurden wir in Siquirres im Lokal
Caribean Dish abgesetzt. Hier war der Übergabeort für unser Leihauto von Sixt. Es
dauerte auch nicht lange, dann kam ein netter junger Mann der uns einen
Daihatsu Terrios 4x4 brachte. Schnell waren die Formalitäten erledigt und das
Auto war unseres.
Damit fuhren wir nach
Cahuita an der südlichen Karibikküste, ca. 100km entfernt. Wir reihten uns
zwischen die Laster ein, umfuhren Puerto Limon und erreichten dann unser
B&B El Encanto in Cahuita.
Wir bekamen ein nettes Zimmer und installierten uns dort.
Ralf bemerkte, dass der rechte hintere Reifen Luft verlor. Das war schlecht.
Die nächste Tankstelle lag ungefähr 15km entfernt. Dort ließen wir fürs erste
Luft nachfüllen, dann werden wir beobachten was sich tut. Morgen benötigen wir
das Auto nicht.
Hier war es richtig schwül aber die Dusche war wieder warm.
Zu Abend hatten wir uns ein Restaurant im Örtchen empfehlen lassen „El Rincón
del Amor“. Hier gab es super leckere Jumboshrimps und ein Glas Wein dazu.
Vorneweg teilten wir uns eine Ceviche und später einen Bananenkuchen. Für ca.
40,00 Euro konnten wir echt nicht meckern. Wir liefen zurück zur Unterkunft,
sie lag ungefähr 10 Gehminuten entfernt. Zuvor hatten wir uns erkundigt ob es
auch sicher wäre zu laufen, das war es aber, laut der Pensionswirtin. Es wurde
uns nur einmal ganz leise etwas zu „rauchen“ angeboten. K.O fielen wir ins
Bett.

