Ein Paar der roten Aras besuchte heute Morgen die
Vogeltränke der Lodge. Das war ein schöner Start in den Morgen. Wir
frühstückten in Ruhe und machten uns dann auf zur vorletzten Station unserer
Reise, der Finca Bavaria in Uvita.
Am Strand der Playa Hermosa machten wir Halt und fanden
wieder einen fast menschenleeren Strand vor, selbst das Ufer war nur spärlich
bebaut. Hier waren eher die fortgeschrittenen Surfer unterwegs, die auf eine
größere Welle warteten und mit der gefährlichen Strömung umgehen können.
Auf dem Weg nach Uvita passierten wir lange Plantagen mit
Palmölpalmen. Die schwere, schlechtbezahlte Arbeit wird meist von Leuten aus
Nicaragua gemacht. Der Besitzer ist ein amerikanischer Konzern, der wohl nicht
immer ganz astreine Methoden bei der Ernte einsetzt - sprich: Kinderarbeit. In
der Umgebung der verarbeitenden Betriebe riecht es nach Fett, einfach ekelhaft.
Um zur Finca zu gelangen, mussten wir eine steile Auffahrt bewältigen, 4x4 ist
ratsam. Dies wird dann mit einem Blick aufs Meer belohnt. Wir wurden herzlich von Willi empfangen, der uns mit allen
wichtigen Informationen versorgte. Nachmittags entspannten wir auf unserer
Terrasse.
Da ohne Vorbestellung nicht gekocht wird, mussten wir den Berg wieder
herunterfahren - mit einigen Empfehlungen fürs Abendessen. Im Nachbarort
Ojochal gab es zwei Lokale, Exodus und Citrus, die weithin für gutes Essen bekannt
sind. Im ersteren, das nur über 12 Plätze verfügte, versuchten wir es erst gar
nicht. Im Citrus wollte man uns wieder wegschicken, da alles reserviert war.
Wir hatten dann aber doch noch Glück, den freien Tisch einer späteren
Reservierung zu bekommen.
Alles spielt sich natürlich draußen ab - schön gedeckte
Tische, heimelige Beleuchtung. Es gab sogar einen Pool. Preislich war das ganze
etwas höher angesiedelt, aber immer noch im Rahmen. Und das Essen war wirklich
sehr gut. Ralf hatte Gazpacho und Fisch dazu eine Minzlimonade (seit Dubai sind
wir da echte Fans geworden). Ich hatte die Umami-Sushi Bowl, die Garnelen waren
zum reinlegen, extrem gut. Dazu eine Margerita. Zum Nachtisch teilten wir uns
dreierlei Desserts und einem Espresso. Wir waren sehr zufrieden, das war eine
gute Empfehlung gewesen.
In der Finca saßen wir noch mit anderen Gästen bei
einem Schlummertrunk zusammen. Als dann kurz der Strom ausfiel, war dies das
Zeichen für den Aufbruch.













