20.03. Carara Nationalpark / Cerro Lodge


Heute gings vom angenehmen Klima des Nebelwaldes weiter an die Pazifikküste. Wir frühstückten wieder draußen auf der Terrasse und konnten dabei die Vögel und Eichhörnchen an der Futterstation beobachten. Hier hatten wir uns sehr wohl gefühlt und das Personal war ausgesprochen freundlich.
Zuerst fuhren wir noch in den Ort um im Supermarkt Wasser, Kekse und eine Zahnpasta zu erstehen. Bei der Bank holten wir noch Bargeldnachschub. Dann stand uns wieder die Rüttelpiste bevor, aber es kam uns gar nicht mehr so schlimm wie noch vor zwei Tagen vor. Wir fuhren wieder auf der vielbefahrenen Hauptstraße und kamen dann sogar auf die Autobahn. Aber schnell fahren darf man hier nirgendwo.

 

 

Als wir das Meer erreicht hatten, entschieden wir uns für eine kurze Pause. Oh Mann was war das heiß hier. Sonne, blauer Himmel und kaum ein Wölkchen. Bald fuhren wir weiter. Wir bogen von der Hauptstraße ab und erreichten nach 3 km die Cerro Lodge. Unser Zimmer war noch nicht fertig, daher tranken wir noch etwas.

 

Wir bekamen ein nettes Häuschen mit Klimaanlage. Auch hier war es brütend heiß. Das Bad war riesig und mit schöner Dusche, aber leider ohne Fenster. Hier war es wie in der Sauna - unglaublich warm. Wir beschlossen, noch das Stückchen bis zum Rio Tarcoles zu fahren. Hier hatten wir von der Brücke einen schönen Blick auf die größten Krokodile Costa Ricas, die dort zahlreich im Wasser lagen. Allerdings brummen hinter einem auch die Autos vorbei, das ist nicht so angenehm.

  
 
Da uns das nahegelegene Restaurant nicht einladend schien, fuhren wir zu einem Soda (einheimisches, einfaches Restaurant), dass gleich gegenüber der Einfahrt zu unserer Lodge lag. Hier waren viele Einheimische zu Gast. Wir setzten uns zu zwei Mädels und teilten uns ein traditionelles Casado mit Hühnchen. Mit einem Mix aus Englisch und unseren rudimentären Spanischkenntnissen klappte die Verständigung wunderbar. Noch einen frischen Fruchtsaft dazu und die Welt war in Ordnung. Hier war es auch angenehmer und das Essen war auch sehr lecker.

 

Als wir vorher das Hotel verließen, sahen wir auf der Zufahrtsstraße zwei rote Aras im Baum. Was für herrlich farbenfrohe Tiere das doch waren. Wir hofften noch mehr von ihnen zu sehen. Zurück in der Lodge zog es uns zum Pool. Nur so war die Hitze einigermaßen auszuhalten. Am späten Nachmittag kamen die roten Aras auf das Gelände der Lodge. In einem Baum fanden sie die bevorzugten Früchte. Einfach schön.

  
 
 

Mittlerweile waren zwei französische Reisegruppen eingefallen - die sind uns immer etwas suspekt. Könnte sein, das wir sie nicht so sehr mögen, die Franzmänner. Der Strom war auch ausgefallen, schlecht für unsere Klimaanlage. Auch beim Abendessen hantierten alle mit der Taschenlampe, damit die Mahlzeit den richtigen Weg fand. Es gab Buffet - Schweinefleisch und Hühnchen mit Gemüse und Kartoffelbrei, davor Suppe und ein Eis zum Nachtisch. Während wir schon aßen, hakte die französische Gruppe noch Vögel in einer Liste ab. Es war wie in der Schule, jeder machte mit und alles war still. Ralf machten noch nähere Bekanntschaft mit einem Fröschlein, das plötzlich auf seinem Knie saß. Lange hielten wir es nicht mehr aus, wir lasen noch etwas im kühlen Zimmer. Der Strom war nun wieder da.