Dank des Ventilators, den wir langsam laufen ließen, hatten
wir gut geschlafen. Frühstück gab es hier erst ab 07:30 Uhr. Obst, Toast und
Kuchen wurden an den Tisch gebracht, Eier konnten bestellt werden. Für heute hatten
wir einen Ausflug zu den Bri-Bri Indianern gebucht. Um kurz nach 09:30 Uhr
wurden wir von Cahuita Tours abgeholt.
Wir waren nur 3 Gäste, der
Guide und der Fahrer. Wir fuhren ungefähr 30 Minuten zu einem Dorf, dort begann
die Tour bei der wir hauptsächlich etwas
über die Pflanzen, Sitten und Gebräuche und ganz wichtig: den Kakao, erfuhren.
Wir hatten einen netten Einheimischen dabei, der uns allerlei erklärte und
zeigte. Früchte, deren Samen als Lippenstift dienten, Wurzeln für die Bemalung,
Gewürze und vieles mehr. Ralf bekam einen Delfinanhänger, da er als erstes
erkannt hatte welche Form die Samenkapsel hatte.
Die letzte Station erklärte dann die Herstellung von Kakao,
dem wichtigsten und heiligsten Gut der Indianer in der früheren Zeit. Die
getrockneten Bohnen wurden im Topf angeröstet und dann von der Schale befreit.
Dies wurde mit einem Stein bewerkstelligt, wir durften natürlich helfen. Dann
wurde gemahlen. Heraus kam eine zähe Pampe – mit Wasser verdünnt wurde es Kakao
oder unverdünnt auf Bananen gestrichen.
Im
Souvenirshop erstanden wir noch eine Kleinigkeit und dann ging es weiter zu
einem Wasserfall. Unsere Mitreisende schwamm eine Runde und ich hütete derweil
ein junges Kätzchen. Danach gab es Ananas satt für alle.
Die vorletzte Station war ein Besuch bei einer Iguana Auswilderungsstation.
Die Leibspeise der Tiere sind Hibiskusblüten, ein Tier ließ sich sogar damit
füttern. Dann fuhren wir zurück nach Cahuita und aßen dort gemeinsam zu Mittag.
Uns hatte der Ausflug sehr gefallen, es war mehr Natur und kein Menschenzoo. Nur
den Badestopp bräuchten wir nicht unbedingt. Badezeug auch noch mitzuschleppen
ist einfach zu viel.
Wir
verabschiedeten uns und machten noch einen Abstecher in den Cahuita
Nationalpark. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Der Weg führt im
Wald entlang, man kann aber auch jederzeit an den Strand wechseln. Wir sahen
gleich einen Tukan, Kapuzineräffchen, Faultier und Waschbären. Ein wirklich
schöner Park und trotz Sonntag nicht überlaufen. Allerding schließt er auch
schon gegen 16:00 Uhr.
Wir liefen zurück in unsere Unterkunft und gönnten uns ein
Bier und eine Dusche. Dann gingen wir Abendessen – im Sobre las Olas gab es
ohne Reservierung keinen Tisch und so entschieden wir uns nochmal für das
Restaurant von gestern. Es gab leckere Meeresfrüchtespaghetti und Fisch, zum
Nachtisch Kuchen und eine Kugel Eis. Einen Fruchtdrink „Cas“ spendierte uns der
nette Ober auch noch. Dann war es aber auch genug für heute.



















