Heute Morgen war der Arenal immer noch bedeckt. Wir gingen
frühstücken und machten uns dann fertig für die Kaffee- und Kakaotour. Im Ort
holten wir zuerst Geld und fuhren dann selbst zu der Farm - es gab zwar auch
einen Abholservice, aber so waren wir unabhängig. Wir waren 12 Personen, die
meisten davon Amerikaner. Wir durchliefen die einzelnen Stationen der
Kakaofrucht bis zur Schokolade. Alle Wege waren überdacht und schön angelegt,
der Guide erklärte alles sehr gut und anschaulich. Das wichtigste war natürlich
die Verkostung, aber vorher durften einige ihre eigene Schokolade herstellen,
ich auch.
Bevor es weiter zum Kaffee ging, konnte man noch eine Fahrt
auf einem traditionellen Ochsenkarrenwagen wagen, schon wieder ich. Die
Erklärung zum Kaffee war ähnlich aufgebaut und endete mit einer Verkostung. Im
Souvenirshop schlugen die Amis zu, als gäbe es in USA keinen Kaffee. Wir nahmen
natürlich auch eine Kleinigkeit mit. Ich war ja erst skeptisch, denn der Preis
der Tour war mit 40,- Dollar nicht gerade günstig, aber alles war sehr
informativ und gut gemacht.
Wir hatten heute noch viel vor, daher ging es auch gleich
weiter zum nächsten Programmpunkt - einem nahe gelegenen Wasserfall. Die
Parkeintritte in Costa Rica sind nicht billig, auch hier bezahlten wir pro
Person 15 US$ Eintritt. Wir liefen 500 Stufen im Regenwald bis wir unten waren.
Baden ist auch erlaubt, allerdings wird streng darauf geachtet, dass niemand
den herunterstürzenden Wassermassen zu nahe kommt. Wir suchten uns ein
ruhigeres Plätzchen und sahen den Kindern beim Fische füttern zu. Dann wagten
wir uns wieder an den Aufstieg. Anschließend fuhren wir in unser Hotel und
ruhten uns kurz aus.
Für heute Abend hatten wir eine Nachttour gebucht. Um kurz
vor 17:00 Uhr wurden wir abgeholt. Wir waren eine kleine Gruppe mit 6 Personen.
Nach einer ca. 30 minütigen Fahrt kamen wir auf einer großen Farm an. Hier
suchte und fand unser Guide Gabriel einige Frösche und anderes Getier für uns.
Jeansfrosch, Glasfrosch und Rotaugenfrosch - manche davon sind auch giftig. Wir
fanden auch Spinnen und Bullet Ants, deren Stiche wohl 24 Stunden sehr weh tun.
Alles hielt hier respektvoll Abstand.
Das anschließende Abendessen nahmen wir dann auf der
Terrasse der Familie ein. Es gab eine Kürbissuppe, danach Hühnchen mit Reis,
Salat und Gemüse und eine kleine Ananas-Nachspeise. Hier wurde noch auf einem
traditionellen Ofen mit Feuer gekocht und die Küche befand sich draußen. Das
Anwesen war sehr schön und vor allem riesig. Die Tour war an sich auch sehr
schön, es war aber sehr schwierig überhaupt Fotos zu machen. Der Guide war eher
ein Befürworter der Handyfotografie und für uns reichte manchmal das Licht
nicht aus für gute Fotos. Er hätte auch etwas aufmerksamer gegenüber seiner
Kundschaft sein können. Aber alles in allem war es trotzdem sehr interessant.
















