09.03. Lirio Lodge (Karibikküste)

Regentropfen, die nicht an unser Fenster klopften (es gab ja keine) sondern die ganze Nacht auf unser Dach. Wahnsinn, es wollte einfach nicht mehr aufhören. Verantwortlich dafür waren die Ausläufer eines Zyklons auf der Karibikseite. Nach dem Frühstück, es gab lecker Gallo Pinto mit Toast und Ei und gebratenen Bananen, machten wir mit Ray einen Bootsausflug. Wir nahmen wieder das überdachte Boot. Das half allerdings nur bedingt, da ab und zu ein Schwall Wasser vom Dach runterkam. 

 


Viele Tiere sahen wir nicht: Spidermonkeys, Basilisken, diverse Reiher und eine Reihermutter mit ihren Kleinen im Nest. Am beeindruckendsten war aber das Meer mit den hohen Wellen am Ende des Kanals. Leicht durchgefeuchtet kamen wir wieder zurück. 

  
 



Zu Mittag gab es Casado, und zum Nachtisch nie gegessene dünne Teigblätter mit Vanillesoße. So was von lecker aber auch. Ray hatte sich in den Kurzurlaub verabschiedet, nun kam ein neuer Guide: Hermann. Auch nett, aber bei weitem nicht so gesprächig – unterschiedlicher konnten die beiden nicht sein. Mit ihm wollten wir zu Fuß in den Wald, es hatte sogar mal aufgehört zu regnen. Mit dabei natürlich die kleine französische Nervensäge, die auch während der Bootstour rumgeheult hatte.
Wir setzten mit dem Boot über den Fluss und hier begann die Wanderung. Wir suchten die kleinen roten Frösche und fanden sie natürlich auch. Wir konnten einige Affen entdecken und dann fing es wie aus Eimern an zu schütten. Es hörte auch nicht mehr auf. Mit uns war ein Paar, das keinerlei Regenschutz dabei hatte, die sahen nach kurzer Zeit wie die sprichwörtlich begossenen Pudel aus. Wir liefen noch etwas weiter bis zum Meer, dann machten wir kehrt. Mittlerweile war der Weg zu einem Bach geworden und in meine Schuhe lief das Wasser hinein. Wir waren echt froh, dass Boot wieder erreicht zu haben. Unnötig zu erwähnen, das die kleine Heulsuse mich auch hier echt genervt hat mit seiner Heulerei. 

  

 

In der Lodge gab es noch einen Kaffee, aber dann mussten wir das nasse Zeug unbedingt loswerden. Das einzig gute war, es war warm, frieren mussten wir nicht. Abends gab es sehr guten Fisch, dazu ein Bier. Dem Manager war es etwas unangenehm, mit dem vielen Regen. Aber dafür konnte er ja nichts.