Regentropfen,
die nicht an unser Fenster klopften (es gab ja keine) sondern die ganze Nacht
auf unser Dach. Wahnsinn, es wollte einfach nicht mehr aufhören. Verantwortlich
dafür waren die Ausläufer eines Zyklons auf der Karibikseite. Nach dem
Frühstück, es gab lecker Gallo Pinto mit Toast und Ei und gebratenen Bananen,
machten wir mit Ray einen Bootsausflug. Wir nahmen wieder das überdachte Boot.
Das half allerdings nur bedingt, da ab und zu ein Schwall Wasser vom Dach
runterkam.
Viele Tiere sahen wir nicht: Spidermonkeys, Basilisken,
diverse Reiher und eine Reihermutter mit ihren Kleinen im Nest. Am beeindruckendsten
war aber das Meer mit den hohen Wellen am Ende des Kanals. Leicht durchgefeuchtet
kamen wir wieder zurück.
Zu Mittag gab es Casado, und zum Nachtisch nie gegessene
dünne Teigblätter mit Vanillesoße. So was von lecker aber auch. Ray hatte sich
in den Kurzurlaub verabschiedet, nun kam ein neuer Guide: Hermann. Auch nett,
aber bei weitem nicht so gesprächig – unterschiedlicher konnten die beiden
nicht sein. Mit ihm wollten wir zu Fuß in den Wald, es hatte sogar mal
aufgehört zu regnen. Mit dabei natürlich die kleine französische Nervensäge,
die auch während der Bootstour rumgeheult hatte.
Wir setzten mit dem Boot
über den Fluss und hier begann die Wanderung. Wir suchten die kleinen roten
Frösche und fanden sie natürlich auch. Wir konnten einige Affen entdecken und
dann fing es wie aus Eimern an zu schütten. Es hörte auch nicht mehr auf. Mit
uns war ein Paar, das keinerlei Regenschutz dabei hatte, die sahen nach kurzer
Zeit wie die sprichwörtlich begossenen Pudel aus. Wir liefen noch etwas weiter
bis zum Meer, dann machten wir kehrt. Mittlerweile war der Weg zu einem Bach
geworden und in meine Schuhe lief das Wasser hinein. Wir waren echt froh, dass
Boot wieder erreicht zu haben. Unnötig zu erwähnen, das die kleine Heulsuse
mich auch hier echt genervt hat mit seiner Heulerei.
In der Lodge gab es noch einen Kaffee, aber dann mussten wir
das nasse Zeug unbedingt loswerden. Das einzig gute war, es war warm, frieren
mussten wir nicht. Abends gab es sehr guten Fisch, dazu ein Bier. Dem Manager
war es etwas unangenehm, mit dem vielen Regen. Aber dafür konnte er ja nichts.












