08.03. Lirio Lodge (Karibikküste)


Donnerstag, 08.03.18

Der Wecker weckte wieder um 06:00 Uhr obwohl wir schon einige Zeit wach lagen. Heute ging es weiter an die Karibikküste. Superpünktlich wurden wir um 07:15 Uhr abgeholt. Heute waren es nur wir Beide und wie sich herausstellte, der Manager der Lirio Lodge, unserer Station für die nächsten beiden Nächte.
Auf der Fahrt bewölkte es sich leider zusehends. Die Straße war stark befahren, sehr viele LKWs fuhren von und zum Hafen in Puerto Limon. Unterwegs machten wir in einem Restaurant Pause für ein zweites Frühstück. Ganz klassisch mit gebackener Banane, Reis, Bohnen und Ei.


Der Manager war sehr nett und plauderte etwas aus seinem Leben. Beim Örtchen Batan bogen wir dann ab und erreichten dann nach endlosen Bananenplantagen von Del Monte, unsere Ablegestelle. Hier fing es dann auch zu regnen an. Da unser Boot kein Dach hatte, suchten wir doch gleich mal die neuerworbenen Regencapes raus. Wir wussten noch nicht, dass sie uns hier noch gute Dienste leisten würden. 

 

Die Fahrt dauerte ca. 25 Minuten und führte anfangs durch einen schmalen, stark bewachsenen Kanal. Wir waren im Dschungel. Die Lirio Lodge liegt idyllisch am breiten Parcuare Kanal und wir wurden von den Angestellten nett mit einem Melonensaft empfangen. Unser Häuschen hatte rundherum nur Netze als Fenster, 3 Betten und ein halboffenes Bad, das Wasser war leider kalt. Zum Mittagessen gab es das typische „Casado“ was verheiratet bedeutet. Zum Nachtisch gab es Obst. Es hatte aufgehört zu regnen und wir relaxten noch etwas, beobachteten die Vögel und einen Tamandua, einen kleinen Ameisenbären.

  

  

Nachmittags ging es mit Ray, unserem „Naturalisten“ mit einem beeindruckenden Wissen, aufs Boot zu einer Schildkrötenstation. Mittlerweile schüttete es. Wir standen am Strand, die Wellen tosten und er erklärte uns wie die freiwilligen Helfer hier für die Schildkröten arbeiteten – Strände aufräumten, Plätze für die Eier anlegten und vieles mehr. Ray war in seinem Element. Wir waren dann froh wieder ins Boot zu kommen, alle waren ziemlich nass. Blöd, wer gar keinen Schutz dabeihatte.


 

Wir riskierten einen Sprung unter die kalt tröpfelnde Dusche und legten uns trocken. Die traute Ruhe und Einsamkeit störte dann der Einzug einer vierköpfigen französischen Familie mit zwei Jungen, 3 und 7 Jahre alt. Einer heulte immer und die Eltern verschafften sich lautstark Gehör. Eine etwaige beginnende „Urlaubsfreundschaft“ wurde von Anfang an im Keim erstickt. Wir suchten das Weite. Zum Abendessen saßen wir mit einem deutschen Paar zusammen. Es gab Spaghetti Bolognese – unspektakulär, aber es hat geschmeckt. Es regnete immer noch, mal mehr mal weniger. Es war unglaublich, was hier an Wasser runterkam. Wir saßen noch etwas draußen bei einem Kaffee, verschwanden dann aber bald in unser Häuschen.