17.03. Rio Celeste / Tenorio Lodge


Heute war Wandertag, daher waren wir schon um 07:00 Uhr beim Frühstück. Recht viel später waren wir aber auch sonst nicht dran. Gestärkt mit Obst, Pancakes und Rühreiern fuhren wir zum "Parque Nacional Volcán Tenorio" um zum Rio Celeste zu wandern, der für seine blaue Farbe bekannt ist. Sie entsteht durch eine chemische Reaktion am Zusammenfluss des Río Ácido und des Río Buenavista. Die unterschiedlichen ph-Werte und das im Wasser vorhandenen Kalziumkarbonat lassen die schöne Farbe entstehen.
Zuerst mussten aber noch die Wasservorräte aufgefrischt werden, dazu hielten wir an einem Mini-Supermarkt. Im Dörfchen Bijagua zweigt ein ungefähr 5 km langer Schotterweg zum Park ab. An der Ecke standen zwei junge Männer, Belgier wie sich herausstellte, und wollten mitgenommen werden. Die beiden waren mit dem Bus oder auch als Tramper unterwegs und waren froh um eine Mitfahrgelegenheit. Wir hatten gehört, das die Straße schlecht sein sollte, aber wer schon mal in Namibia gefahren ist, sollte das nicht weiter beeindrucken.
Je höher wir kamen, desto tiefer hingen die Wolken. Es regnete aber nicht. Wir wurden auf einen Parkplatz eingewiesen und bezahlten dafür 1000 Colones. Der Parkeintritt schlug mit 12 Dollar zu Buche. Wir schnürten unsere Wanderschuhe und dann gings los.
Anfangs war es noch geteert und flach. Später wurde der Weg steiniger und vor allem matschiger. Deswegen konnte man sich auch Gummistiefel ausleihen. In der Regenzeit muss der Weg ein echtes Abenteuer sein. Es ging stetig bergan und ich war ganz froh um meinen Wanderstock. Wir konnten ein paar Affen sehen und einen Trogon der bewegungslos auf seinem Ast saß. Wir hätten ihn nicht entdeckt, aber drei Holländer beobachteten ihn wohl schon eine Weile mit ihrem Spektiv. Wir erreichten einen Aussichtspunkt auf die Vulkane, aber es waren nur Wolken zu sehen.

 

  
 

Dann kamen wir an einen azurblauen Pool, gefärbt von vulkanischen Sedimenten. Die vulkanische Aktivität der Gegend sieht man auch an den aufsteigenden Blubberblasen im Fluss, gerochen hat es nach Schwefel. Am Zusammenfluss von Río Ácido und Río Buenavista entsteht der blaue Fluss, der sogenannte Rio Celeste. Hier pausierten wir einige Zeit bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten. Es gab auch noch einen schönen Wasserfall zu bewundern, zu dem 400 steile Stufen nach unten führten. Hier waren aber auch wirklich viele Menschen unterwegs, etwas zu viele für unseren Geschmack. Wir machten paar Fotos und schauten zu, dass wir hier wieder weg kamen.

  

    



Ein Guide hatte an einem Baum zwei grün-braune Vipern entdeckt. Klein, giftig und sehr gut getarnt. Dann liefen wir wieder zum Ausgangspunkt zurück. Gut, das wir schon so früh aufgebrochen waren. Nun war es Mittag und es kamen uns sehr viele Leute entgegen. Manche in nicht wirklich geeigneten Schuhen. Wir kauften uns eine Kokosnuss und sahen dem Treiben etwas zu.

  

Zurück in der Lodge saßen wir auf der Terrasse bei extrem leckeren Salat und Sandwich und beobachteten die Vögel und anderes Getier.

  
 


Später testeten wir die beiden Whirlpools und ließen unsere müden Glieder massieren. Zu Abend gab es Tortillas mit Guacamole und einen Thunfisch.