13.03. Boca Tapada / Maquenque Lodge


Wir hatten sehr gut geschlafen. Morgens hörten wir in der Ferne die Brüllaffen. Ralf zog schon etwas eher los um noch ein paar Vögel zu fotografieren. Von unserem Frühstückstisch hatten wir einen guten Blick auf die einfliegenden Vögel, die sich an den Bananen und Früchten bedienten. Papageien, Montezumastirnvögel und einige andere Vertreter konnten wir entdecken. Hauptattraktion des Morgens war jedoch ein Kaiman, der einen großen Frosch gefangen hatte und nun darauf herum kaute.

  
 
  

Um 08:30 Uhr ging es dann mit Jose und Catalina auf eine Bootstour auf dem Rio San Carlos Richtung Nicaragua. Wir konnten wieder einige Vögel beobachten, darunter einen grünen Kingfisher, diverse Reiher und einen Basilisken und Krokodile. Bei einer Farm machten wir Halt und lernten wieder eine Menge neue Dinge kennen. Verschiedene Früchte, Wurzeln etc. Die Männer mussten assistieren um aus dem Zuckerrohr Saft auszupressen. Kokosnuss und Guaven gab es auch zu probieren. Ein sehr informativer Stopp. Ganz niedlich war ein Kolibrinest mit einem Ei drin. War das Nest schon klein, das Ei war winzig.

  
 
  

Dann fuhren wir weiter zu einem kleinen Dorf, besuchten dort die Schule, lernten wieder etwas über verschiedene Früchte, darunter z.B. die Sternfrucht, die hier wuchs. Dann bretterten wir mit Vollgas zurück, denn es war Zeit fürs Mittagessen.

  
 
Wir teilten uns eine Quesadilla, dazu gab es Melonensaft, natürlich frisch gepresst. Dann zogen wir unsere Wanderschuhe an und wanderten mit Jose und noch zwei Paaren durch das Gelände. Jose hatte ein unglaubliches Wissen und konnte uns immer wieder verblüffen, noch dazu wusste er die Namen der meisten Tiere und Pflanzen auch in deutscher Sprache. Es ist schon erstaunlich was die Natur für kleine und große Wunder bereit hielt. Jose bastelte Rattanarmbänder für die Damen und erfüllte uns einen Wunsch - die Sichtung einer Viper. Wir hätten sie gerne in gelb gehabt, er fand eine grüne für uns. Auch ok. So gute Augen muss man erst mal haben.

 
  

Kurz nach der Schlangensichtung bemerkte Ralf, dass er seine Kappe verloren hatte. Jose lief noch mal ein Stück zurück und fand sie wieder. Wir fanden derweil zwei Jeansfrösche. Dann ging es weiter. Ralf und ich bildeten das Schlusslicht und er entdeckte am Boden einen sehr großen Falter. Jose war außer sich und konnte gar nicht aufhören, das Tier zu fotografieren. Er hatte dieses übrigens nachtaktive Tier erst zweimal gesehen. Er war hin und weg und glücklich. Dann endete die echt super Tour für uns an unserem Baumhaus.

 

Wir ruhten uns etwas aus, duschten und dann war es auch schon wieder Zeit für das Abendessen. So ein Stress. Zu Abend gab es ein Glas Wein und dazu einen leckeren Tilapia. Schade, dass unser Aufenthalt hier morgen schon wieder zu Ende war.