Das Arashiyama-Viertel stand
heute auf dem Programm. Der Bus fuhr sozusagen direkt vor der Haustüre ab,
allerdings war er schon ziemlich voll. Ich hatte Glück und konnte die 23
Stationen Fahrt auf einem Sitzplatz verbringen. Falls wir je auch nur
ansatzweise gedacht hatten, hier könnte es etwas ruhiger sein, so haben wir uns
getäuscht. Bei strahlendem Sonnenschein und wieder mal eisigen Temperaturen
stiegen wir aus dem Bus. Viele Busse mit ihren Gruppen waren allerdings schon
da. Wir liefen zuerst zum Bahnhof um für eine Nachmittagstour Tickets für den Sagano
Romantik-Zug, der 25 Minuten durch die Schlucht des Hozu Flusses zuckelt, zu
kaufen. Unterwegs entdeckten wir ein Postamt und nutzten die Gelegenheit gleich
um Briefmarken zu kaufen.

Weiter gings zum Tenryu-ji Tempel, der 1339 gegründet
wurde. Der Garten war sehr schön angelegt mit einem Teich und rundherum einigen
blühenden Kirschbäumen, die wie immer dicht umlagert waren.




Nachdem ein kleiner
Schauer durchgezogen war, liefen wir weiter zum Bambushain, der gleich in der
Nähe lag. Auch hier waren viele Menschen, aber das ist völlig normal. Das ist
alles schon sehr schön anzusehen, aber manche Dinge werden schon arg gehypt.

Mittag verbrachten wir in einem netten kleinen Lokal, es gab Spaghetti, Salat
und einen kleinen Nachtisch. Hier war es schön warm, daher blieben wir eine
ganze Zeit sitzen um aufgewärmt und ausgeruht wieder starten zu können. Wir
bummelten etwas durch die Geschäfte bis zur hölzernen Brücke Togetsu-kyo, der Brücke
zum Mond. Die bietet zur einen Seite hin einen sehr schönen Ausblick auf die mit
Kiefern und Kirschbäumen bestandenen Berghänge. Der Anblick wäre sicher noch
schöner gewesen wenn nicht so ein eisiger Wind gepfiffen hätte.

Wir gingen zum
Bahnhof und fuhren mit der Bimmelbahn durch die Schlucht, das war ganz nett.
Netter war das kleine Mädchen, das uns gegenüber saß.


Mit der JR fuhren wir
wieder zurück nach Kyoto Bahnhof. Dort hatten wir das Glück einen Hello-Kitty Haruka Zug zu sehen. Es gibt auch einen Shinkansen im Hello-Kitty Design. Und das Design endet nicht außen - auch innen ist alles eher kindlich gehalten. Bei der DB unvorstellbar.


Im Hotel wärmten wir uns etwas auf und
schrieben die Postkarten. Abends liefen wir noch einen Block weit zum
Abendessen, Udon Nudeln und Hühnchen gab es.
