Unser letzter Tag in Tokio
war angebrochen. Die letzte Chance den Fuji zu sehen. Unsere Recherchen hatten
ergeben, das es mit der Bahn fiel zu umständlich ist dorthin zu gelangen. Daher
haben wir uns ein Busticket gebucht. Das haben wir erst relativ kurzfristig
gemacht, da wir den Ausflug nur bei schönem Wetter machten wollten. Die Idee
hatten allerdings auch andere Leute. Als wir dann reservieren wollten, war der
gewünschte Bus in der Früh schon ausgebucht. Die nächste Möglichkeit zur Abfahrt
war um 09:55 Uhr. Den Bus buchten wir dann und eine Rückfahrt für 17:25 Uhr.
Bei schönem Wetter fuhren wir nach Shinjuku und suchten dort das Busterminal.
Das hatten wir dann auch bald gefunden. Da wir uns ja nicht auskannten haben
wir auch genügend Zeitpuffer mitgebracht. Es war ein bisschen wie am Flughafen,
es gab einen Wartebereich und jede Menge Anzeigetafeln.


Im vollbesetzten Bus
fuhren wir ca. 1,5 Stunden bis zur Haltestelle Shimo Yoshida. Es war mittlerweile sehr
ländlich geworden. Berge und Wälder umrahmten die Dörfer und dann im
Hintergrund der schneebedeckte Vulkan. Was für ein Anblick.

Ein besonders
schönes Bild versprach der Blick von der Chureito Pagode. Es waren entweder 400
Stufen oder ein steiler Weg nach oben zu bewältigen. Ralf hatte Angst nicht das
perfekte Foto zu bekommen und legte ein atemberaubendes Tempo vor. Meist wird
es gegen Mittag diesig um den Vulkan und Wolken verdeckten die Spitze. Aber wir
waren noch gut in der Zeit und der Aufstieg hatte sich wirklich gelohnt.


Vom
hiesigen Bahnhof wollten wir dann wie alle anderen auch zur Kawaguchiko Station
fahren. Wir pressten uns in den Zug und fuhren 4 Stationen bis zum Ziel. Hier
gab es verschiedene Tickets für 3 Buslinien, die im 15-minuten Takt abfuhren.
Die Schlange der Wartenden war allerdings ellenlang, das passte uns überhaupt
nicht. Wir überlegten uns eine Alternative. In der Tourist-Info fragten wir an,
was denn ein Taxi bis zum See kosten würde. Das waren ca. umgerechnet 9,00
Euro, also um die 1000 Yen. Für den Bus hätten wir 1500 Yen pro Person gezahlt.
Also stiegen wir in ein Taxi. Die Türen öffnet und schließt man nicht selbst,
das macht der Fahrer. Wir zeigten auf dem Plan wo wir ungefähr abgesetzt werden
wollten, der Fahrer sprach kein Englisch und kannte auch nur die Namen von den
umliegenden Hotels. Es blies ein eisiger Wind, aber der Ausblick auf den Vulkan
war schon beeindruckend schön. Wir saßen am See, knabberten unsere restlichen
Wasabinüsse und liefen ein Stück.


Irgendwann kehrten wir dann um und liefen
zurück zum Örtchen. Wir erstanden noch einige Postkarten und landeten dann in
einem kleinen Cafe. Hier gab es eine Tasse Kaffee und Kuchen. Die Kuchenstücke
sind in der Regel ziemlich klein, dafür aber teuer. Der Kaffee schmeckte aber
und es war nett, hier zu sitzen. Wir hatten
noch etwas Zeit bis der Bus ging und schauten uns etwas in den
Supermärkten um. Was es hier so an Essbarem gab, war schon interessant.
So geordnet die Hinfahrt mit dem Bus ablief so chaotisch war die Rückfahrt. Am Busterminal fuhren jede Menge Busse in alle möglichen Richtungen los, aber keiner hatte eine Nummer. Die Helferlein schrien sich die Lunge aus dem Leib um alle Schäfchen in die richtigen Busse zu dirigieren. Unserer hatte Verspätung und wir froren mittlerweile ganz schön. Mit einer Viertelstunde Verspätung ging es dann endlich los. Leider konnten wir nicht nebeneinander sitzen. Mir wurde nicht recht warm und es dauerte bis zur Ankunft, bis ich wieder einigermaßen aufgetaut war.
So geordnet die Hinfahrt mit dem Bus ablief so chaotisch war die Rückfahrt. Am Busterminal fuhren jede Menge Busse in alle möglichen Richtungen los, aber keiner hatte eine Nummer. Die Helferlein schrien sich die Lunge aus dem Leib um alle Schäfchen in die richtigen Busse zu dirigieren. Unserer hatte Verspätung und wir froren mittlerweile ganz schön. Mit einer Viertelstunde Verspätung ging es dann endlich los. Leider konnten wir nicht nebeneinander sitzen. Mir wurde nicht recht warm und es dauerte bis zur Ankunft, bis ich wieder einigermaßen aufgetaut war.

Wir fuhren bis Tokio Station und gingen nochmal Ramensuppe
essen, dazu gab es Teigtaschen. Wir klemmten an einem schmalen Tischchen fest
neben japanischen Geschäftsleuten und als der eine dann auch noch zur Zigarette
griff, war mir das dann doch zuviel. Ralf fragte nach einem anderen Platz und
wir konnten dann an der Theke sitzen. Viel besser. Das Essen war wieder sehr
lecker, aber um professionell und schnell die Nudeln in den Mund zu schieben,
bedarf es noch sehr viel Übung. Die Woche Tokio war rum, schade irgendwie. Wir
hatten uns sehr gut eingewöhnt.
