Auch heute versprach der
Wetterbericht wieder einen schönen Tag. Wir wollten heute einen Tempeltag
machen und fuhren ca. 1 Stunde nach Kamakura. Die Stadt am Meer war von 1192
bis 1333 Japans Regierungssitz. Daher ist sie mit reichlich Tempeln, Schreinen
und Klöstern gesegnet. Ein paar davon wollten wir uns heute ansehen. Am Bahnhof
von Kita-Kamakura stiegen wir aus und liefen von dort zum ersten Tempel, dem
Engakuji. Der größte von den hiesigen Tempeln lag schön im Wald und das
Besucheraufkommen war noch gering. Wir machten einen schönen Spaziergang,
besichtigten einige Räume – natürlich in Strümpfen oder auch in
bereitgestellten Pantoffeln. Im Garten des Mausoleums bekamen wir je ein
Räucherstäbchen als Opfergabe. Hier gab es auch grünen Tee und Kuchen, außerdem
konnten wir hier schön sitzen.
Vom Bahnhof fuhren wir eine Station weiter nach
Kamakura. Hier war schon wieder der gewohnte Trubel und wir reihten uns in die
Menschenmenge ein und liefen durch die Einkaufsstraßen zum Hachimangu-Schrein,
der dem Kriegsgott geweiht ist. Wir erstanden eine Weintraube mit Zuckerglasur,
wie ein Lolli. Wir sahen uns den Tempel an, machten einen Rundgang zum See in
der großzügig angelegten Anlage.
Unser nächstes Ziel war die Hase-Station, von
dort ging es zum großen Buddha Daibutsu. 13,50 m misst die Statue, die im Jahr
1252 aufgestellt wurde. Letzte Station in Kamakura war der Hase-dera Tempel.
Auch hier fanden wir einen wunderschönen Garten vor und ein beeindruckendes
Bauwerk. Bänke luden zum Sitzen ein und wir verspeisten unsere unterwegs
erstandenen Knabbereien. Hier sahen wir auch mal das Meer.
Mit einer absoluten
Bimmelbahn fuhren wir weiter nach Enoshima. Der Zug fuhr quasi durch die
Wohnzimmer, man hätte nur den Arm ausstrecken müssen um die Häuser zu berühren,
so eng war es hier. In Enoshima liefen wir zu sogenannten Katzeninsel. Leute
gab es wieder genug, aber das störte uns schon gar nicht mehr. Wir mussten über
eine Brücke und plötzlich war in der Ferne der Fuji zu erkennen, damit hatten
wir überhaupt nicht gerechnet. Ein toller Anblick, mit seiner schneebedeckten
Kappe. Wir bummelten durch die Gassen, wo die Besucher für große Teigplatten in
denen Tintenfisch verarbeitet war anstanden. Was das genau war konnten wir
nicht feststellen, aber es schien zu schmecken. Wir erstanden einen
Matcha-Eistee bei Hello Kitty, aber so ganz ohne Zucker war er doch sehr bitter.
Auch hier gab es eine Tempelanlage, wie kann es anders sein. Die lag allerdings
auf einem Berg und wir wollten und konnten aber nicht mehr laufen. Praktischerweise
gab es eine Rolltreppe, coole Sache. Oben angekommen, fuhren wir auf den
Leuchtturm um die Aussicht zu genießen. Katzen gab es übrigens auch einige. Wir
schauten zu, dass wir wieder einen Zug zurück bekamen.
Zuerst mussten wir ein
paar Stationen in die falsche Richtung fahren, konnten aber dann in eine
schnelle Verbindung zurück nach Tokio umsteigen. Ein älterer Herr stand auf um
uns Platz zu machen, war schon ein bisschen peinlich, aber wir sahen wohl doch
etwas derangiert und k.o aus. In der Tokio Station gingen wir zur Abwechslung
mal in einen Burgerladen. Wir hatten einen Riesenhunger. Dann noch eine Station
bis nach Otemachi und wir waren nach einem langen, langen Tag wieder zu Hause.




























