25.03. Ausflug Kamakura


Auch heute versprach der Wetterbericht wieder einen schönen Tag. Wir wollten heute einen Tempeltag machen und fuhren ca. 1 Stunde nach Kamakura. Die Stadt am Meer war von 1192 bis 1333 Japans Regierungssitz. Daher ist sie mit reichlich Tempeln, Schreinen und Klöstern gesegnet. Ein paar davon wollten wir uns heute ansehen. Am Bahnhof von Kita-Kamakura stiegen wir aus und liefen von dort zum ersten Tempel, dem Engakuji. Der größte von den hiesigen Tempeln lag schön im Wald und das Besucheraufkommen war noch gering. Wir machten einen schönen Spaziergang, besichtigten einige Räume – natürlich in Strümpfen oder auch in bereitgestellten Pantoffeln. Im Garten des Mausoleums bekamen wir je ein Räucherstäbchen als Opfergabe. Hier gab es auch grünen Tee und Kuchen, außerdem konnten wir hier schön sitzen.

  

 
 
  

Vom Bahnhof fuhren wir eine Station weiter nach Kamakura. Hier war schon wieder der gewohnte Trubel und wir reihten uns in die Menschenmenge ein und liefen durch die Einkaufsstraßen zum Hachimangu-Schrein, der dem Kriegsgott geweiht ist. Wir erstanden eine Weintraube mit Zuckerglasur, wie ein Lolli. Wir sahen uns den Tempel an, machten einen Rundgang zum See in der großzügig angelegten Anlage. 

 
 

Unser nächstes Ziel war die Hase-Station, von dort ging es zum großen Buddha Daibutsu. 13,50 m misst die Statue, die im Jahr 1252 aufgestellt wurde. Letzte Station in Kamakura war der Hase-dera Tempel. Auch hier fanden wir einen wunderschönen Garten vor und ein beeindruckendes Bauwerk. Bänke luden zum Sitzen ein und wir verspeisten unsere unterwegs erstandenen Knabbereien. Hier sahen wir auch mal das Meer.

 
 
 

Mit einer absoluten Bimmelbahn fuhren wir weiter nach Enoshima. Der Zug fuhr quasi durch die Wohnzimmer, man hätte nur den Arm ausstrecken müssen um die Häuser zu berühren, so eng war es hier. In Enoshima liefen wir zu sogenannten Katzeninsel. Leute gab es wieder genug, aber das störte uns schon gar nicht mehr. Wir mussten über eine Brücke und plötzlich war in der Ferne der Fuji zu erkennen, damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet. Ein toller Anblick, mit seiner schneebedeckten Kappe. Wir bummelten durch die Gassen, wo die Besucher für große Teigplatten in denen Tintenfisch verarbeitet war anstanden. Was das genau war konnten wir nicht feststellen, aber es schien zu schmecken. Wir erstanden einen Matcha-Eistee bei Hello Kitty, aber so ganz ohne Zucker war er doch sehr bitter. Auch hier gab es eine Tempelanlage, wie kann es anders sein. Die lag allerdings auf einem Berg und wir wollten und konnten aber nicht mehr laufen. Praktischerweise gab es eine Rolltreppe, coole Sache. Oben angekommen, fuhren wir auf den Leuchtturm um die Aussicht zu genießen. Katzen gab es übrigens auch einige. Wir schauten zu, dass wir wieder einen Zug zurück bekamen. 

 
 
 
 

Zuerst mussten wir ein paar Stationen in die falsche Richtung fahren, konnten aber dann in eine schnelle Verbindung zurück nach Tokio umsteigen. Ein älterer Herr stand auf um uns Platz zu machen, war schon ein bisschen peinlich, aber wir sahen wohl doch etwas derangiert und k.o aus. In der Tokio Station gingen wir zur Abwechslung mal in einen Burgerladen. Wir hatten einen Riesenhunger. Dann noch eine Station bis nach Otemachi und wir waren nach einem langen, langen Tag wieder zu Hause.