05.04. Osaka - Nara


Die Lauferei merkten wir so langsam in den Knochen, es zwickt mal hier und mal da. Der heutige Ausflug führte uns in die Stadt Nara, die 710 gegründet wurde und die Endstation der Seidenstraße war. Sie wurde so zum Zentrum des Buddhismus und aus dieser Zeit sind noch viele alte Bauten erhalten. Wieder mal Kultur pur. Die wichtigsten Tempel liegen in einem Park der von ca. 1200 zahmen Sikahirschen bewohnt wird, die werden als Götterboten betrachtet. Mit unserem JR Pass konnten wir den Hauptteil der Strecke befahren, ca. 40 Minuten dauerte es. Es gibt  praktische Ringbusse, die die wichtigsten Stationen anfahren. Beim Todai-ji Tempel stiegen wir aus. Hier trafen wir auch gleich auf die Hirsche, die aber auf Abstand blieben solange man kein Futter in der Hand hatte. Es gab extra Hirschkekse zu kaufen. Die Biester können aber ganz schön aufdringlich werden und fressen alles was ihnen in den Weg kommt. 

 
 

Wir liefen zum Todai-ji Tempel, einer UNESCO Welterbestätte. 752 wurde das größte Holzgebäude der Welt, in dem die weltgrößte Bronzedarstellung eines Buddhas zu sehen ist, fertiggestellt. Lauter Superlativen und auch wirklich beeindruckend. Hinter dem Buddha stand ein dicker Holzpfosten mit einem Loch. Man sagt, wer hier durchpasst ist vor Unglück geschützt. Einige männliche Wesen quälten sich unter lautem Gelächter der Umstehenden durch das Loch. 



 
 


 


Wir spazierten durch den weitläufigen Park und sahen uns noch ein weiteres Gebäude, Nigatso-do, mit einem Ausblick in die Umgebung an. Heute war es mal etwas wärmer und der Wind blies nicht so kalt. Wir legten ab und eine Pause ein und beobachteten die Fotoshootings der Hochzeitspaare oder die Hirsche auf ihrer mehr oder weniger aufdringlichen Futtersuche. 

 
 
 
 
 


Nach einem Matchaeis und einem Reisklops mit Himbeere verließen wir das nun gut gefüllte Gelände. Beim Kofuku-ji Tempel machten wir nochmal einen Fotostopp, waren aber nicht drinnen. 

 
 

Dann schlugen wir unseren Weg langsam wieder die Richtung zum JR Bahnhof ein, trieben aber kurz ab zur Einkaufsmeile. Dank Navi fanden wir aber dann den richtigen Weg. Wir nahmen den nächstbesten Zug, der leider aber nicht in Namba hielt. Dafür machten wir noch einen kleinen Ausflug in Osakas ältestes Vergnügungsviertel Shinsekai. Hier war noch nicht so viel los. Allerdings trieben sich einige komische Gestalten herum und auch sehr viele ältere Männer, die in einer schmucklosen Halle irgendwelche Brettspiele spielten, rauchten und tranken. Die Szenerie wirkte wie aus der Zeit gefallen. 

 
 


Die Restaurants wollten uns nicht so recht gefallen, also fuhren wir wieder nach Namba Station zurück. Kurz vor der U-Bahnstation befand sich ein großes Vergnügungscenter in dem hauptsächlich Pachinko gespielt wurde. Dort mussten wir unbedingt hinein. Uns empfing ein wahnsinniger Lärm, den die kleinen silbernen Metallkugeln machten, wenn sie durch die Spielautomaten geschossen werden. Der Spieler ist in der Lage, die Richtung und die Wege der Kugeln zu verändern. Zu gewinnen gibt es kein Geld, das ist verboten, sondern nur Sachpreise. Wir liefen einmal durch, machten ein Foto und ein kurzes Video was natürlich nicht gestattet ist und wurden sogleich erwischt und darauf hingewiesen. Aber wir wollten ja sowieso wieder gehen bevor wir taub waren. 

   


In Namba gingen wir essen, ich hatte eine Art Hackbraten mit Ei und Schinken. Ich muss nicht extra sagen, das es auch geschmeckt hat. In dem kleinen Lokal waren die meisten Gäste alleine da, wahrscheinlich kamen die gerade von der Arbeit.