29.03. Kyoto


Die erste Nacht im neuen Hotel hatten wir gut verbracht, auch wenn ab und an Straßenlärm zu hören war. Auch hier war der kleine Supermarkt nicht weit weg und Ralf machte wie gewohnt den Frühstücksservice. Heute war Tempeltag. Gerade Kyoto als ehemalige Kaiserstadt hatte unzählige Tempel und Schreine zu  bieten. Wir liefen eine sehr lange Einkaufsmeile bis zum Yasaka Schrein, der 656 errichtet wurde. 

 
 
 

Gleich im Anschluß befindet sich der Maruyama-Park. Hier wurde schon alles für ein Kirschblütenfest hergerichtet – kleine Podeste mit Kissen und Tischchen. Hier zu sitzen ist für uns auf die Dauer sicher schwierig, da üblicherweise auf den Fersen gesessen wird. Die Kirschblüten waren hier noch nicht offen, nur einige Exemplare waren schon voll erblüht. Trotz Sonnenschein war es ganz schön frisch. Wir liefen ein bisschen herum, betrachteten die Stände und das erhöhte Aufkommen der Kimonofraktion. Junge Besucherinnen, hauptsächlich aus den asiatischen Ländern, leihten sich ein solches Gewand und tippelten dann von einem zum nächsten Tempel. 

 

Wir gingen weiter zum Chionin Tempel. Hier war es angenehm ruhig, wahrscheinlich war es für die sonst allgegenwärtigen Massen noch zu früh. Wir stifteten jeder ein Räucherstäbchen. 

 

Im Anschluss liefen wir durch das Gion-Viertel mit seinen traditionellen Teehäusern und teuren Lokalen. Diese waren für uns Touristen übrigens nicht leicht zu erkennen, da oftmals nichts auf ein Restaurant hinwies. Nur an den langen Schlangen konnten wir erkennen, das es wohl etwas besonderes war hier einzukehren. 

 
 
Verbote und Gebote gibt es in Kyoto viele  ;-)

Unser nächstes Ziel war der Kennin-ji Tempel dessen Innehof für Fotoaufnahmen wie geschaffen ist.

 
 

 

Durch die Strassen Gions ging es weiter zum Kodaj-ji Tempel. Hier gab es einen wunderbar blühenden Kirschbaum in einem Zen-Garten. Diesen durch ein offenes Fenster fotografiert, das gab ein schönes Motiv ab. Dafür mussten wir uns aber auch anstellen. Der Tempelbesuch war nur ohne Schuhe erlaubt. In diesem Fall bekamen wir für unsere Schuhe eine Plastiktüte mit. Diese wird nach Gebrauch von den Angestellten wieder zusammengefaltet für die nächsten Besucher. 

 
 
 
 
 

Nach einem Pauseneis konnte es weitergehen in den Entokuin Tempel, hier mussten wir auch wieder die Schuhe ausziehen. Um nicht unangenehm aufzufallen, sollte auf intakte Socken geachtet werden, auch Schuhe ohne Schnürsenkel machen das Leben leichter. Hier gab es Mini-Zengärten zum selbst ausprobieren, ansonsten war es eher unspektakulär.

 


Durch die Einkaufsstraßen Ninen-zaka und Sanen-zaka kamen wir zum letzten Tempel für heute, dem Kiyomizudera. Der mehr als 1000 Jahre alte Tempel liegt in einem großen Areal und ist beeindruckend groß. Leider wird er in Teilen gerade renoviert, so dass man ihn nicht komplett genießen kann. Auf der anderen Seite stand sehr fotogen eine Pagode (child birth giving). Ralf stand dann noch am heiligen Brunnen an um seine Hände zu reinigen. Abends wurde der Tempel ab heute auch angestrahlt, aber dazu hätten wir noch etwas Zeit überbrücken müssen. Da es aber ganz schön kühl wurde als die Sonne unterging und sich auch keine Raucherecke erblicken liess, wollten wir nicht mehr so lange warten. Ralf hatte es ja lange ausgehalten. 

 
 
  
 
 
 
Wir suchten eine Bushaltestelle, von der der richtige Bus in Richtung Hotel abfahren sollte. In der Hotelbar tranken wir zunächst ein Bier und suchten uns dann in der Umgebung ein Restaurant. In einem Einkaufszentrum fanden wir ein nettes Lokal, das hauptsächlich Udon-Nudeln anbot. Es gab eine Suppe mit den Udon-Nudeln und paniertes Hähnchenschnitzel (Tonkatsu) mit Krautsalat. Dazu ein Bier. Das hat uns sehr gut geschmeckt. Auch hier mussten wir die Schuhe ausziehen. Man krabbelte mehr oder weniger auf seine Bank, konnte dann die Füße aber ganz normal unter den Tisch stellen.