Auch hier in Osaka lag gleich
ein kleiner Supermarkt direkt gegenüber unserem Hotel und der Frühstücksservice
war gesichert.

Heute war Burgtag – die Burg Himeji und die Burg von Osaka
standen auf dem Programm. Morgens fuhren wir von Shin-Osaka mit dem Shinkansen
nach Himeji, das waren nur zwei Stationen und dauerte eine halbe Stunde. Der
Zug war rappelvoll und wir mussten im Gang stehen. Die Burg aus dem 17.Jhd. war in Laufweite
von der Bahnstation und wir konnten sie schon von weitem sehen. Sie thront auf
felsigen Grundmauern und wird auch die Burg des weißen Reihers genannt. Sie ist
wohl eine der schönste Samurai Burgen überhaupt und einer der wenigen noch original erhaltenen Burgen Japans.

Da wir zeitig dran waren, war
das Besucheraufkommen noch erträglich. Blauer Himmel, Kirschbäume in voller
Blüte und dahinter die weiße Burg, das war ein wunderschönes Bild.




Wir kauften
die Eintrittskarten und reihten uns in die Schlange für die Besichtigung der
Innenräume ein. Die Räumlichkeiten sind eher karg, da diese als Waffenlager
genutzt wurden. Natürlich mussten wir auch hier wieder die Schuhe ausziehen und
in einer Tüte mittragen. Wir erklommen Treppe um Treppe im Gänsemarsch und die
vergitterten Fenster erlaubten ab und an einen Blick nach draußen, leider
konnte man nicht in die Weite blicken und die Aussicht genießen.


Wir stiegen
wieder hinunter und beobachteten einen jungen Mann, der unerlaubter Weise eine
Drohne steigen ließ. Lange dauerte es nicht und das Sicherheitspersonal hatte
ihn in Gewahrsam genommen. Drohnen sind nirgendwo erlaubt und dementsprechende
Schilder wiesen auch immer wieder darauf hin.

Wir liefen zum Bahnhof zurück und
nahmen den nächstbesten Zug zurück nach Osaka. Unseren Mittagshunger stillten
wir bei Mc Donalds, es gab Teriyaki Burger. Das läuft etwas anders ab als bei
uns – zumindest wenn man als Tourist erkannt wird. Wir wurden sehr freundlich
empfangen, ein Tisch wurde reserviert und beim Bestellen war uns auch noch
jemand behilflich. Überflüssig zu sagen, dass uns der Abfall dann auch noch
abgenommen wurde. Das war ein Service.

Nächster Stopp war dann bei der Burg
Osaka. Hierzu gehörte auch eine riesige Grünanlage, von der auch zahlreiche
Menschen bei diesem schönen Wetter Gebrauch machten. Wir kauften uns einen
Crepe und beobachteten die Leute. Die Burg wies schöne goldene Verzierungen
auf, aber auf eine Besichtigung verzichteten wir. Wir saßen noch etwas in der
Sonne bei einem Gläschen Prickelwasser und schauten weiter zu was sich alles so
rumtrieb - von der Reisegruppe bis hin zu den Familien mit Kindern, Hunden und
Jugendlichen.


Die U-Bahn brachte uns
dann zum Floating Garden Observatory. Dies war ein sehr modern aussehendes
Hochhaus und die oberen Stockwerke versprachen eine schöne Aussicht und
vielleicht auch einen schönen Sonnenuntergang. Wir stellten uns in einer
Riesenschlange an, aber irgendwann kamen bei uns Zweifel auf ob wir richtig
anstehen. Als die Antwort von einem Bediensteten undurchsichtig ausfiel, waren
wir mehr verwirrt als schlauer.


So beschlossen wir es sein zu lassen und fuhren
mit der U-Bahn bis Namba Station und gingen im Untergrund lecker essen. Für
mich Hähnchen, Gemüse und Reis und für einen Eierreis mit Hühnchen, Suppe gab
es für beide. Ans Essen könnten wir uns gewöhnen. Die Beine taten uns weh vom
Laufen und um kurz vor 22:00 Uhr ging auch schon das Licht aus.
