20./21.03. Anreise



Kirschblüten, Tempel, höfliche Menschen, Millionenstädte das alles und viel mehr stellten wir uns vor – also eigentlich vielmehr ich, als wir uns das erste Mal mit Japan befassten. Ralf konnte sich das alles nicht so vorstellen, da er aber die Planung für unsere 3-wöchige Reise übernahm, kam er da schneller rein als er wollte. Es war gar nicht so einfach unter den vielzähligen Möglichkeiten und den unaussprechlichen Namen eine schöne Route zusammenzustellen. Aber auf meinen Reiseplaner war Verlass und so starteten wir von München über Helsinki mit der Finn Air nach Tokio Narita.  Helsinki erwartete uns mit Schneeregen einem großzügigen Terminal und perfekt auf viele asiatische Reisende eingestellt. Wir hatten in der A350 einen schönen Platz in der Economy Comfort, gleich hinter der Business Class. Es war eine der wenigen 2er Reihen in dieser Maschine. Der Flug verlief sehr ruhig und wir vertieften uns in Lady Gagas "A Star is born" und Freddy Mercurys "Queen". Zum Essen gab es kalte Soba-Nudeln… eine kleine Einstimmung auf die japanische Küche. 
 

Bei der Einreise wurden die Touristen in einem Tempo durchgeschleust, von dem Afrika nur träumen kann. Nach einem Foto, Fingerabdruck und einem neuen Aufkleber im Pass musste Ralf erst einmal seiner Sucht frönen. Gut, das es Raucherkabinen gab, draußen rauchte niemand. Eine nette Dame wies uns verbeugend den Weg über die Rolltreppe ins Untergeschoss. Hier kauften wir uns die Fahrkarten für den Narita Express (NEX) nach Tokio Bahnhof. Bis wir uns versahen, saßen wir auch schon im Zug und zuckelten in die große Stadt. 

   

Bei unserer Ankunft hatte es geregnet, aber nun riss es auf – kein Vergleich zum Schneetreiben in Helsinki. Wir suchten uns einen Weg zum Ausgang und suchten dann mit Handynavigation den Weg in unser gebuchtes Mitsui Garden Hotel, welches in einer Bürogegend lag. Das Zimmer konnten wir noch nicht beziehen, daher kauften wir uns zunächst etwas zu Trinken und sahen dem Mittagstreiben zu. Die erste Müdigkeit war  verflogen und so machten wir noch einen Spaziergang bis zum Kaiserpalast.
In der großen Parkanlage blühten ein paar Bäume wie Magnolien und Camelien, waren teilweise sogar schon wieder am verblühen. Vereinzelte Kirschblüten gab es auch. Der Garten war riesig, aber wir waren mittlerweile hundemüde und liefen zurück zum Hotel. Unser Zimmer lag im 11. Stockwerk, zwar kein Raumwunder aber sauber und funktional.

 
 

Mit Aussicht auf die nahe Stadtautobahn, aber davon war nicht ein bisschen zu hören. Wir ruhten uns etwas aus. Später meldete sich doch noch der Hunger und so gingen wir los um etwas Essbares zu suchen. Die umliegenden Restaurants hatten meist nur Mittags für die Geschäftsleute offen, und so landeten wir wieder am Tokio Bahnhof. Sehr viele Menschen liefen hier umher, gefühlt jeder kaufte sich auch etwas zu Essen. Wir erstanden zwei Sandwiches. Viele Lebensmittel, vor allem die verpackten, gab es auch zum halben Preis.  Die Süßwarenabteilung war schon auf die Kirschblüte eingestellt, alles war rosafarben dekoriert. Wir suchten wieder den Ausgang und stellten fest, das wir ein Platform Ticket hätten erwerben müssen, das uns zum Aufenthalt berechtigt. Allein unsere „Suica“ Karte für die U-Bahn Station war nicht ausreichend. Aber die Angestellten waren sehr hilfsbereit zu uns Neuankömmlingen und so wurde  der Betrag für das Ticket von unserer Karte manuell abgebucht. Im Supermarkt Seven Eleven kauften wir noch zwei Bier und ein Thunfisch-Onigiri (Reissnack). Ich war sehr interessiert an den fremdartigen Lebensmitteln, daher fing ich gleich mit dem Probieren an. Übrigens, sehr lecker. Wir verspeisten unser Abendessen und fielen dann sofort ins Bett.