Wir hatten ganz gut auf
unserer Matratze am Boden geschlafen. Zum Frühstück gab es grünen Tee und
Kuchen. Wir verließen die Insel mit der Fähre um 09:30 Uhr. Uns hat es gut
gefallen. Der Anschluss mit dem Zug nach Hiroshima klappte auch prima. Wenn ich
auch meinen Koffer über Treppen hinauf und wieder hinab zum Abfahrtsgleis
schleppen musste. Es kann immer mal sein, das es eben keinen Aufzug oder eine
Rolltreppe gibt. Ab Hiroshima ging nur ein Shinkansen am Vormittag Richtung
Osaka, den natürlich viele Reisende mit dem JR Pass nutzen wollten.
Dementsprechend voll war es auch am Abfahrtsgleis des Sakuras um 10:54 Uhr. Wir
bekamen noch Platz, aber leider nicht nebeneinander. Die 1,5 Stunden Fahrt
vergingen jedoch schnell.
In Shin-Osaka kannten wir uns ja schon aus und fanden
auch die M-Linie bis Tennoji sofort. Wir fuhren bis zur Endstation und suchten
den Aufzug, der gleich von der U-Bahn zur Rezeption im19. Stock des Marriott
Hotel ging - übrigens ist es mit 300m das höchste
bewohnte Gebäude in Japan. Zum Abschluss der Reise durfte es auch mal etwas Schickeres
sein.
Unser Zimmer war noch nicht bezugsbereit, also erkundeten wir das
nahegelegene Kaufhaus. In den drei obersten Stockwerken befanden sich nur
Restaurants. Für jetzt war es nichts, aber heute Abend ließ sich hier bestimmt
ein nettes Restaurant finden. Für den kleinen Hunger zwischendurch gingen wir
zum Mc Donald und waren wieder ganz angetan von der Freundlichkeit des
Personals. Dann konnten wir einchecken. Eine junge Angestellte brachte uns und
die Koffer in den 50. Stock, zeigte uns das Zimmer und verbeugte sich zur
Verabschiedung. Bei uns undenkbar. Wir hatten ein sehr schönes, großzügiges
Zimmer mit bodentiefen Fenstern und einer grandiosen Aussicht. Ralf war ganz
begeistert von der Toilette, der Deckel öffnet und schloss sich selbständig.
Als Gäste des Hauses bekamen wir einen Gutschein für die Aussichtsplattform im
59. Stockwerk. Den lösten wir auch gleich ein. Wir saßen mit einem Kaffee am
Fenster und genossen die schöne Aussicht. Die Zeit verging so schnell, die
Sonne ging unter – allerdings nicht so schön, da sich eine große Wolke
vorgeschoben hatte.
Anschließend gingen wir Essen. Es gab gefüllte
Schnitzelröllchen mit Reis, Suppe, Salat und kleinem Nachtisch. Unser Tisch war
voll mit Schüsselchen und Töpfchen. Da wir morgen früh aufstehen mussten,
holten wir uns in der Hotelbäckerei noch etwas fürs Frühstück morgen.
10.04.2019
Unser Flug zurück in die
Heimat ging heute um 10:45 Uhr los. Wir standen schon früh auf, packten die
letzten Sachen ein, frühstücken unser Teilchen und suchten unser Abfahrtsgleis
vom dem der JR Expresszug zum Flughafen Osaka-Kansai abfuhr. Am Bahnhof war noch nicht viel los und wir
mussten bis zur Abfahrt noch etwas warten. Irgendwie hatten wir es versäumt uns
in einer Schlange anzustellen, die Folge war dann, dass wir keinen Platz
nebeneinander hatten. Die Fahrt dauerte ungefähr 45 Minuten, da der Flughafen etwa
40 km südwestlich vom Stadtzentrum liegt. Wir zuckelten durch die Vororte und
überquerten eine zweistöckige Brücke für den Bahn- und Busverkehr. Wir wurden
unser Gepäck los und bummelten noch etwas durch die Läden. In einem netten
Souvenirshop erstanden wir noch Räucherstäbchen und ein passendes Gefäß. Im
Starbucks fanden wir auch die Espressotassen noch einmal, die uns so gut
gefallen hatten, jetzt kamen sie aber mit. Wir nahmen noch ein zweites kleines
Frühstück ein, bevor es durch die Sicherheitskontrolle ging.
Pünktlich hoben
wir mit der Finnair ab. Der Flug verlief angenehm und nach einem Aufenthalt in
Helsinki landeten wir wieder wohlbehalten in München.
Die Reise in ein Land zwischen Tradition und Moderne war zu Ende
















