22.03. Tokyo


Wir hatten sehr gut geschlafen. Alles ist gut isoliert, weder von anderen Gästen noch von der Straße war etwas zu hören. Ralf holte uns zwei Kaffee und ein paar süße Teilchen vom nahen Supermarkt. Das sollte von nun an zum täglichen Morgenritual gehören. 
Die Otemachi U-Bahnstation lag nicht weit weg und somit sollte unser erster Ausflug nach Shibuya führen. Direkt an der berühmten Zebrastreifen-Kreuzung kamen wir wieder ans Tageslicht. Daneben fanden wir auch Hachiko, den berühmten treuen Hund, der dort 10 Jahre auf sein bereits verstorbenes Herrchen wartete. Ein willkommenes Fotomotiv und beliebter Treffpunkt.


 

Wir wollten zum Aussichtspunkt auf dem Magnet-Kaufhaus, es hatte aber noch gar nicht geöffnet. Der Wärter verschloss schnell wieder die Türe, bevor es noch mehr Touristen versuchten. Im Starbucks gab es auch eine schöne Aussicht, hier saßen wir mit einem schönen Cappuccino. Dann war das Kaufhaus offen und wir gönnten uns noch einen Blick hinunter auf das Gewusel der Kreuzung. Dort fanden wir dann auch zu Ralfs Glück eine Raucherkabine – als Raucher hat man es hier echt schwer. Die Rauchermöglichkeiten lagen oft eher in einem Kaufhaus, etc. als draußen. 

 
 


Mit der Bahn fuhren wir weiter nach Harajuku. Hier hatte der Wahnsinn einen Namen: Takeshita-dori. Eine kleine Gasse, durch die sich ein Haufen Leute drückte, links und rechts gesäumt von verrückten Klamottenläden,  Waffel- und Eisshops, einem Katzenkaffee und, und. Ralf konnte nicht widerstehen und kaufte ein Eis in Schweineform in der Gelato Eiswelt. Wir bummelten noch etwas weiter und es wurde zunehmend ruhiger. 

 
 
 


Nach dem ganzen Trubel war der Weg zum Meji Schrein eine wahre Wohltat. Breite Wege, gesäumt von Bäumen und großen „Tori“ führten zum Schrein.  Im schönen Souvenirladen kauften wir einige Kleinigkeiten, daneben gab es ein großzügiges Selbstbedienungsrestaurant mit großer Terrasse und sehr freundlichem Personal. Dort versuchten wir uns im Stäbchenessen bei einer Portion Nudeln. Zum Nachtisch gab es die traditionelle Süßigkeit Dango, bunte Klebreisbällchen. Der Hauptschrein wurde gerade renoviert, aber es gab auch so genug zu sehen. Der Schrein ist eine beliebte Hochzeitslocation, wir sahen einige Paare in traditionellem weißen Hochzeitskimono, die Herren entsprechend schlichter aber ebenso traditionell gewandet. Es gab die Ema Täfelchen, auf die man seine Wünsche schreiben kann und dann an ein Gestell hängt. Dies gibt es bei allen Tempeln und die Täfelchen sind jeweils bunt verziert. Ebenso konnte Glücksbringer in allen Varianten gekauft werden. Wir machten uns mit einem Päuschen auf einer Parkbank auf den Weg zurück. Es hatte sich bewölkt und war merklich kühler geworden. 

 
 
 
 

Zum Abschluß des Tages fuhren wir nach Shinjuku. Wir besuchten die Piss Alley, eine schmale Gasse mit kleinen Restaurants und Golden Gai auch hier kleine Gassen mit einer Spelunke nach der anderen. Mittendrin fanden wir den Hanazono Schrein, eine kleine Oase in der rummeligen Stadt. So langsam meldete sich der Hunger, wir landeten in einem Sushi-Restaurant. Wir bestellten eine gemischte Platte und einige California Rolls dazu. Die meisten waren sehr lecker bis auf einige wenige, die mundeten nicht so. Wir fotografierten noch einige der zahlreichen Leuchtreklamen und fuhren zurück nach Otemachi. Im kleinen Supermarkt nahmen wir noch zwei Bier mit.